Was muss ich zur Hauptuntersuchung mitbringen?

  1. Fahrzeugpapiere
  2. Zulassungsbescheinigung Teil I (Fahrzeugschein)
  3. Eventuell vorhandene Papiere zu einer Änderung am Fahrzeug.
    Wurden zum Beispiel neue Räder angebaut? Wurde eine Veränderung am Fahrwerk durchgeführt?)

Um zunächst einmal grundlegend zu klären wann das Fahrzeug zur Hauptuntersuchung muss, muss ich auf den Fahrzeugschein oder das hintere Kennzeichen des Fahrzeuges schauen. Wie genau die Plakette abgelesen wird könnt ihr hier lesen (Plakette am Fahrzeug….. Link einfügen). Kurz gesagt befindet sich auf der letzten Seite des Fahrzeugscheines ein Stempel, in dem ebenfalls das Datum eingetragen wird, wann das Fahrzeug das nächste mal zur Hauptuntersuchung (HU) vorgestellt werden sollte. Der andere Weg geht über das hintere Kennzeichen. Hier könnt ihr das Jahr in der Mitte der Plakette ablesen und den Monat ganz oben „auf 12Uhr“.
Wenn ihr das Datum wisst, habt ihr schonmal den Zeitraum in dem ihr euch um die Hauptuntersuchung kümmern müsst. Dies ist besonders wichtig, denn wenn man den Zeitraum um zwei Monate verstreichen lässt und sich erst Monate nach der Frist um die Hauptuntersuchung kümmert, muss eine erweitere Hauptuntersuchung durchgeführt werden die erhöhte Kosten mit sich trägt (alternativ könnt ihr hier unseren Erinnerungsservice nutzen, wir geben euch rechtzeitig Bescheid damit ihr keine Probleme mit der Frist bekommt).
Wenn also der Zeitraum feststeht, ist die Frage: wohin fahre ich zur Hauptuntersuchung? Früher hatte der TÜV das Monopol und war die einzige Organisation die die Hauptuntersuchung durchgeführt hat. Daher kommt auch der Satz: „Ich brauche TÜV für mein Auto“.
Heute gibt es viel mehr Organisationen wie Zum Beispiel DEKRA, GTÜ, KÜS und FSP die befugt sind die Hauptuntersuchung durchzuführen. Diese Organisationen arbeiten oft mit Werkstätten zusammen, sodass es ebenfalls möglich ist, die Hauptuntersuchung bei einem anerkannten Prüfstützpunkt nach §29 STVZO (Werkstatt) durchführen zu lassen. In den Werkstätten kommen die Prüfer der Überwachungsorganisationen zu bestimmten Terminen vorbei und führen dann die Prüfung durch.
Welche Möglichkeit man wählt ist vollkommen egal. Das kann jeder machen wie es im lieb ist.
Beim nächsten Schritt kann man sich dann auf www.prüfstellen.de die passende Werkstatt oder die passende Prüfstelle suchen und einen Termin vereinbaren.
Die Preise für die Hauptuntersuchung unterscheiden sich in der Regel nicht großartig. Was zur Verwirrung führen kann ist die Abgasuntersuchung. Bei den Prüfstellen wird die Abgasuntersuchung meist direkt mit durchgeführt sodass die Prüforganisationen einen Komplett-Preis anbieten. In den Werkstätten kann es sein das die Abgasuntersuchung von der Werkstatt selber durchgeführt wird. Sodass Abgas und Hauptuntersuchung separat berechnet werden. Es ist auch Möglich die Abgasuntersuchung in einer Werkstatt durchführen zu lassen und diese dann bei einer Prüfstelle mit den Fahrzeugpapieren vorzulegen. Die Abgasuntersuchung darf allerdings nicht älter sein als 2 Monate um von der Prüforganisation anerkannt zu werden.
Da die Abgasuntersuchung mittlerweile Bestandteil der Hauptuntersuchung ist, kann eine Hauptuntersuchung ohne Abgasuntersuchung nicht mehr positiv abgeschlossen werden. Die extra Plakette am vorderen Kennzeichen ist somit auch überflüssig.

Um böse Überraschungen zu vermeiden, kann man ein paar Bauteile vorab überprüfen, z.B.:

  1. Lenkschloss darf erst beim abgezogenen Schlüssel einrasten
  2. Reifen Mindest-Profiltiefe 1,6 mm
  3. Hupe und Tacho funktionieren
  4. Beleuchtung ist intakt

Einige weitere Beispiele können Sie folgender Liste entnehmen. (Was wird bei der HU geprüft).
Sind alle Bauteile überprüft, kann es losgehen zur Prüfstelle oder zur Werkstatt.
Um unnötige Wartezeiten zu vermeiden, kann am besten vorher ein Termin vereinbart werden.
Die Hauptuntersuchung selber dauert in der Regel so ca. 15-20 min. Der Prüfer in der Werkstatt oder an der Prüfstelle arbeitet eine „Checkliste“ ab die durch die StVZO (Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung) festgelegt ist.

Die Baugruppen die geprüft werden sind folgende:

  1. Bremsanlage
  2. Lenkanlage
  3. Räder & Reifen
  4. Beleuchtungs- und Signalanlage
  5. Achsen & Aufhängung
  6. Fahrwerk
  7. Fahrgestell
  8. Rahmen & Karosserie
  9. Motor mit Antriebsstrang und Abgas/Auspuffanlage

Weiter werden die Sichtverhältnisse, die Umweltbelastung und die Identifizierung des Fahrzeugs überprüft.